Romandefinition

Literaturkritik

Die Aufgabe der Literaturkritik ist, sich anhand von Rezensionen, Werke der Literatur zu bewerten und auch einzuordnen. Die Literaturkritik beschäftigt sich überwiegend mit Neuerscheinungen (Romane, Sachbücher etc.) aber auch ältere Literatur wird immer wieder neu bewertet. Auch die Beschreibung des Gesamtwerks eines Autors in einer aufsatzartigen Abhandlung kann als Literaturkritik angesehen werden. In den meisten Fällen versteht man darunter jedoch die Analyse eines bestimmten Werkes. Literaturkritik wird auch Buchrezession, Buchbesprechung, Buchkritik oder auch Literaturrezession genannt. Die Literaturkritik erleichtert unter anderem dem großen Publikum eine schnelle Einschätzung bestimmter Werke.

Literaturkritik vs. Literaturwissenschaft

Die Literaturkritik wird auch als Dienstleister für das Publikum und der Literatur selbst gesehen. Die Bücher, bzw. die literarischen Werke, werden anhand mehr oder weniger genauen Kriterien untersucht und bewertet. Die Literaturkritik orientiert sich in einigen Fällen auch an Literaturtheorien, einem Teilgebiet der Literaturwissenschaften. Im Deutschen wird meist zwischen Literaturkritik und Literaturwissenschaft unterschieden, während im englischen Sprachraum keine eindeutige Trennung vorliegt. Der dort verwendete Begriff „Literatur criticism“ umfasst dort beide Disziplinen. Literaturkritik kann auf viele unterschiedliche Wege und mit verschiedenen Mitteln erfolgen.

literaturkritik

Zusammengefasst soll die Literaturkritik Orientierung über neu erschienen Bücher, Schriftsteller / Autoren, Entwicklungen in der Verlags- und Literaturbranche, neue Trends und Literaturzeitschriften schaffen. Außerdem verschafft gute Literaturkritik interessierten Lesern durch die Veröffentlichung von Informationen, Interpretationen und Bewertungen eine Unterstützung beim Kauf von neuen Büchern und Romanen. Vor allem für Leser mit wenig Erfahrung im Literatur- bzw. Romanbereich hilft die Literaturkritik ein Basiswissen zu vermitteln. Auch schwierige Texte werden für den einfachen Leser verständlicher. Besonders wichtig bei der Literaturkritik ist außerdem die Qualitätsbeurteilung, welche auch als Standard künftiger Literatur dienen kann.

Als Vorreiter in der heutigen, deutschsprachigen Literaturkritik sind vor allem bekannte Kritiker wie Marcel Reich-Ranicki, Walter Jens und Joachim Kaiser. Besonders Reich-Ranicki ist dem breiten Publikum bekannt, spätestens seit dem er 2008 bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises seine Auszeichnung ablehnte, da er die anderen Beiträge als „Blödsinn“ bezeichnete. Damals rückte auchdas Wort „Literaturkritik“ wieder mehr in die öffentliche Diskussion.